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Flughafen Zürich verzeichnet neuen Halbjahres-Passagierrekord und löst erneute Forderungen nach „Mobilitätsbonus“-Ticketabgabe aus

Juli 15, 2026
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Flughafen Zürich verzeichnet neuen Halbjahres-Passagierrekord und löst erneute Forderungen nach „Mobilitätsbonus“-Ticketabgabe aus
Der Flughafen Zürich bestätigte, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt 14,996 Millionen Passagiere seine Terminals passierten – ein Anstieg von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und der höchste Wert für den Zeitraum Januar bis Juni in der 75-jährigen Geschichte des Flughafens. Auch die Flugbewegungen stiegen um 3,6 % auf 133.845, was die Stärke des Schweizer Auslands-Freizeit- und Umsteigeverkehrs vor dem Höhepunkt der Sommersaison unterstreicht.

Während der Flughafenbetreiber und die Tourismusbranche die Erholung feierten, nutzte die Umweltorganisation umverkehR die Zahlen, um zu argumentieren, dass das Wachstum des Luftverkehrs in der Schweiz die Klimaziele des Landes übertrifft. Die Gruppe bekräftigte ihre „Mobilitätsbon-Initiative“, die eine gestaffelte Flugticketabgabe (CHF 30–120 je nach Entfernung und Klasse) vorsieht. Die Einnahmen würden als „Mobilitätsgutschein“ an die Bevölkerung zurückverteilt, der für Bahn, Bus oder andere klimafreundliche Verkehrsmittel eingelöst werden kann. So soll die von den Aktivisten als „Preiverzerrung“ bezeichnete Begünstigung von steuerfreiem Kerosin und nicht besteuerten externen Kosten korrigiert werden.

Flughafen Zürich verzeichnet neuen Halbjahres-Passagierrekord und löst erneute Forderungen nach „Mobilitätsbonus“-Ticketabgabe aus


Zwei Parlamentsmitglieder aus dem Initiativkomitee – die Mitte-Partei-Abgeordnete Priska Wismer-Felder und die Grünliberale Kathrin Bertschy – warnten, dass der Luftverkehr inklusive nicht-CO₂-Effekten inzwischen rund 30 % der gesamten Klimabelastung der Schweiz ausmacht. Sie sehen eine Ticketabgabe als effektivstes Mittel, um Reisende auf Kurzstrecken wie Zürich–München oder Basel–Mailand auf die Bahn zu lenken, ohne die globale Anbindung der Schweiz bei längeren interkontinentalen Flügen zu gefährden.

Für Mobilitätsmanager in Unternehmen ist der Vorschlag relevant, da die Schweiz bereits Nachtflugbeschränkungen und strenge Lärmkontingente kennt; ein zusätzliches fiskalisches Instrument könnte die Kosten für Flugreisen von Entsandten und Geschäftsreisenden weiter erhöhen. Multinationale Unternehmen mit Regionalzentralen in Zürich oder Basel müssten mit höheren Reisebudgets rechnen oder ihre Strategien zur Verlagerung auf andere Verkehrsmittel beschleunigen – etwa durch den Ersatz von inner-europäischen Flügen durch Hochgeschwindigkeitszüge.

Die Initiative muss noch mehrere rechtliche und politische Hürden überwinden. Dennoch erwarten Beobachter angesichts der Passagierzahlen, die wieder über dem Vorkrisenniveau liegen, und einer weiteren Sommerhitzewelle, dass der Bundesrat unter zunehmendem Druck steht, das Wachstum des Luftverkehrs mit dem Netto-Null-Gesetz der Schweiz für 2050 in Einklang zu bringen.
Quelle: umverkehR media release

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