
Am 17. Juli 2026 bekräftigte EU-Kommissar für Mobilität Magnus Brunner in einem Interview mit dem österreichischen öffentlich-rechtlichen Sender ORF erneut seine Forderung nach Abschaffung der temporären Kontrollen, die mehrere Mitgliedstaaten – darunter Österreich und Deutschland – weiterhin an ihren gemeinsamen Schengen-Binnengrenzen durchführen. Brunner argumentierte, dass elf Jahre nach der Wiedereinführung der Kontrollen durch Österreich während der Migrationskrise 2015 nun die rechtlichen und technischen Voraussetzungen für eine Rückkehr zu einem voll funktionsfähigen Schengen-Raum erfüllt seien.
Laut Brunner sind die irregulären Grenzübertritte entlang der Westbalkan-Route im ersten Halbjahr 2026 dank der neuen EU-Maßnahmen an den Außengrenzen, dem Ein- und Ausreisesystem (EES) zur Erfassung von Nicht-EU-Reisenden sowie dem kürzlich verabschiedeten Asyl- und Migrationspakt um 37 % zurückgegangen. „Unsere Hausaufgaben sind weitgehend erledigt – Binnengrenzkontrollen dürfen nicht zur neuen Normalität werden“, warnte er und betonte, dass anhaltende Kontrollen den Binnenmarkt zersplittern, Lieferketten verzögern und die Bewegungsfreiheit, die die europäische Wettbewerbsfähigkeit stützt, untergraben könnten.
Sieben Länder – Österreich, Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen und Italien – melden der Kommission weiterhin Kontrollen an Teilen ihrer Binnengrenzen. Wien hat zuletzt seine Land- und Flussgrenzkontrollen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien bis zum 15. September 2026 verlängert und dabei anhaltende Sicherheitsbedrohungen als Begründung genannt. Brunner räumte ein, dass ein vollständiger Rückbau „nicht von heute auf morgen hundertprozentig funktionieren wird“, betonte jedoch, dass die Kommission den rechtlichen Druck auf die Mitgliedstaaten aufrechterhalten werde, um die Schengen-Regeln einzuhalten, sobald die wahrgenommenen Bedrohungen nachlassen.
In Österreich haben die Äußerungen des Kommissars eine langjährige Auseinandersetzung zwischen den wirtschafts- und mobilitätsorientierten Ministerien und dem von Gerhard Karner geführten Innenministerium neu entfacht, der die Kontrollen als „notwendiges Sicherheitsventil“ bezeichnet. Während Wirtschaftsverbände wie die Wirtschaftskammer Österreich Brunners Intervention begrüßten, sind Pendler in den Grenzregionen gespalten: Spediteure und Tourismusbetriebe beklagen unvorhersehbare Wartezeiten, während lokale Behörden auf rückläufige Schmuggelvorfälle verweisen.
Für Mobilitätsmanager in Unternehmen ergibt sich eine doppelte Botschaft: Erstens sollten sie mit weiterhin sporadischen Kontrollen an den vier östlichen Grenzen während der Sommer-Hauptreisezeit rechnen. Zweitens sollten sie Mitarbeiter und Entsandte auf schnellere Reisen vorbereiten, sobald die Kontrollen aufgehoben werden – ein Szenario, das bereits im vierten Quartal eintreten könnte, sofern die Migrationszahlen niedrig bleiben. Unternehmen mit häufigen grenzüberschreitenden Aktivitäten wird empfohlen, Nachweise über Einsätze, Arbeitsverträge und Unterkunftsbuchungen griffbereit zu halten, um Verzögerungen in der aktuellen Übergangsphase zu minimieren.
Laut Brunner sind die irregulären Grenzübertritte entlang der Westbalkan-Route im ersten Halbjahr 2026 dank der neuen EU-Maßnahmen an den Außengrenzen, dem Ein- und Ausreisesystem (EES) zur Erfassung von Nicht-EU-Reisenden sowie dem kürzlich verabschiedeten Asyl- und Migrationspakt um 37 % zurückgegangen. „Unsere Hausaufgaben sind weitgehend erledigt – Binnengrenzkontrollen dürfen nicht zur neuen Normalität werden“, warnte er und betonte, dass anhaltende Kontrollen den Binnenmarkt zersplittern, Lieferketten verzögern und die Bewegungsfreiheit, die die europäische Wettbewerbsfähigkeit stützt, untergraben könnten.
Sieben Länder – Österreich, Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen und Italien – melden der Kommission weiterhin Kontrollen an Teilen ihrer Binnengrenzen. Wien hat zuletzt seine Land- und Flussgrenzkontrollen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien bis zum 15. September 2026 verlängert und dabei anhaltende Sicherheitsbedrohungen als Begründung genannt. Brunner räumte ein, dass ein vollständiger Rückbau „nicht von heute auf morgen hundertprozentig funktionieren wird“, betonte jedoch, dass die Kommission den rechtlichen Druck auf die Mitgliedstaaten aufrechterhalten werde, um die Schengen-Regeln einzuhalten, sobald die wahrgenommenen Bedrohungen nachlassen.
In Österreich haben die Äußerungen des Kommissars eine langjährige Auseinandersetzung zwischen den wirtschafts- und mobilitätsorientierten Ministerien und dem von Gerhard Karner geführten Innenministerium neu entfacht, der die Kontrollen als „notwendiges Sicherheitsventil“ bezeichnet. Während Wirtschaftsverbände wie die Wirtschaftskammer Österreich Brunners Intervention begrüßten, sind Pendler in den Grenzregionen gespalten: Spediteure und Tourismusbetriebe beklagen unvorhersehbare Wartezeiten, während lokale Behörden auf rückläufige Schmuggelvorfälle verweisen.
Für Mobilitätsmanager in Unternehmen ergibt sich eine doppelte Botschaft: Erstens sollten sie mit weiterhin sporadischen Kontrollen an den vier östlichen Grenzen während der Sommer-Hauptreisezeit rechnen. Zweitens sollten sie Mitarbeiter und Entsandte auf schnellere Reisen vorbereiten, sobald die Kontrollen aufgehoben werden – ein Szenario, das bereits im vierten Quartal eintreten könnte, sofern die Migrationszahlen niedrig bleiben. Unternehmen mit häufigen grenzüberschreitenden Aktivitäten wird empfohlen, Nachweise über Einsätze, Arbeitsverträge und Unterkunftsbuchungen griffbereit zu halten, um Verzögerungen in der aktuellen Übergangsphase zu minimieren.
Quelle: Der Standard / ORF