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Zweiwöchige Sperrung der Brenner-Bahnstrecke beginnt heute und trifft die Wirtschaftsverbindungen zwischen Österreich und Italien

Juli 19, 2026
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Zweiwöchige Sperrung der Brenner-Bahnstrecke beginnt heute und trifft die Wirtschaftsverbindungen zwischen Österreich und Italien
Pünktlich um 01:00 Uhr am 18. Juli haben ÖBB, Deutsche Bahn und Italiens Trenord den gesamten Personenverkehr auf der Brennerstrecke zwischen Innsbruck und Bozen eingestellt und damit die größte Wartungssperre auf dieser transalpinen Route seit über einem Jahrzehnt eingeläutet. Die Sperrung, die bis zum 2. August geplant ist, ermöglicht es den Teams, Weichen am Bahnhof Brenner auszutauschen, Gleise bei Vahrn für die zukünftige Riggertal-Kurve neu auszurichten, den Mühltaltunnel in Nordtirol zu sanieren und mehrere kleinere Arbeiten in einem intensiven Zeitfenster zu bündeln.

In der ersten Phase (18.–22. Juli) ist die Strecke südlich von Gries am Brenner komplett gesperrt, Ersatzbusse des SV300 „Brenner-Express“ verbinden Innsbruck, Brennerpass und Bozen im 30-Minuten-Takt. Ab dem 23. Juli verlagert sich die Baustelle nach Norden, dann fahren die Busse auf der gesamten Strecke Innsbruck–Brixen. Die ÖBB weist darauf hin, dass Fahrräder in den Bussen nicht mitgenommen werden können und Reisende nach Südtirol bereits in Steinach auf den Straßenverkehr umsteigen sollten, da in Gries kein Umstieg möglich ist.

Zweiwöchige Sperrung der Brenner-Bahnstrecke beginnt heute und trifft die Wirtschaftsverbindungen zwischen Österreich und Italien


Der Railjet 80/81 (München–Venedig) wird über Tarvisio umgeleitet und bedient während der Sperrung weder Tirol noch Südtirol. Die Schließung des Brennertunnels unterbricht für 15 Tage eine der meistbefahrenen Geschäftsreisestrecken Europas, die normalerweise täglich 250 internationale Züge befördert. Grenzgänger, die für Automobilzulieferer rund um Innsbruck und Bozen arbeiten, müssen mit deutlich längeren Fahrzeiten rechnen, während Spediteure wertvolle Fracht auf die Straße oder über die Tauernstrecke via Salzburg verlagert haben. Logistikanalysten schätzen, dass die Umwege den österreichischen und italienischen Transportunternehmen mindestens eine Million Euro zusätzlich an Kraftstoff- und Fahrerkosten verursachen.

Tourismusverbände befürchten kurzfristige Stornierungen in der Hauptreisezeit, doch die Handelskammern auf beiden Seiten der Grenze begrüßen die Entscheidung, mehrere Arbeiten in einem einzigen Sommerzeitfenster zu bündeln, anstatt die Sperrungen über das Jahr zu verteilen. Die ÖBB hat detaillierte Fahrpläne in Deutsch und Italienisch veröffentlicht und empfiehlt Unternehmen, ihre reisenden Mitarbeiter frühzeitig zu informieren und rechtzeitig Anschlussflüge zu organisieren: Zwischen Innsbruck und dem Flughafen München wurden zusätzliche Busse eingesetzt, und die Inlandsflüge Wien–Innsbruck verzeichnen in den nächsten zwei Wochen höhere Auslastungen.

Das Projekt dient auch als Generalprobe für das Jahr 2032, wenn der neue Brennerbasistunnel eröffnet wird und die alte Strecke hauptsächlich für den Regionalverkehr umfunktioniert wird. Bis dahin erinnert die aktuelle Sperrung daran, dass die alternde Alpeninfrastruktur weiterhin traditionelle Wartungsfenster benötigt – mit erheblichen, wenn auch vorübergehenden Auswirkungen auf die globale Mobilität.
Quelle: ÖBB Verkehrsmeldungen / Südtirolmobil FAQ

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