
Australische Arbeitgeber, die ausländische Arbeitskräfte sponsern, wurden am 18. Juli 2026 von deutlich höheren Gehaltsanforderungen überrascht, nachdem die Core Skills Income Threshold (CSIT) und die Temporary Skilled Migration Income Threshold (TSMIT) automatisch für das neue Geschäftsjahr angepasst wurden. Ein Update der Richtlinien von Riverwood Migration bestätigt, dass die meisten arbeitgebergesponserten Nominierungen, die ab dem 1. Juli 2026 eingereicht werden, ein garantiertes Mindesteinkommen von 79.499 AUD pro Jahr nachweisen müssen – ein Anstieg von 76.000 AUD im Vorjahr. Gleichzeitig ist die Specialist Skills Income Threshold (SSIT) für hochbezahlte 482-Visuminhaber auf 146.717 AUD gestiegen.
Diese Anpassung basiert auf der Migrationsverordnung, die die Mindestgehaltsgrenzen an den Durchschnittslohn (Average Weekly Ordinary Time Earnings, AWOTE) koppelt. Obwohl die Erhöhung bereits erwartet wurde, war die genaue Höhe erst nach der Veröffentlichung der endgültigen Lohnstatistik durch das Australian Bureau of Statistics (ABS) im Mai bekannt. Arbeitgeber, die ihre Nominierungen vor Mitternacht am 30. Juni eingereicht haben, werden noch nach den alten Schwellenwerten bewertet, was Ende Juni zu einem regelrechten Ansturm führte, da Personalabteilungen versuchten, bestehende Gehaltspakete zu sichern.
Für multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter nach Australien entsenden, betrifft die neue Mindestgrenze nicht nur Neueinstellungen, sondern auch innerbetriebliche Versetzungen und kurzfristige Einsätze. Die Vergütungspakete müssen nun brutto so angepasst werden, dass sie die neuen Mindestwerte inklusive Superannuation erfüllen. Werden Verträge nicht entsprechend angepasst, droht die Ablehnung der Nominierung oder im schlimmsten Fall eine Sanktion wegen Unterbezahlung nach Erteilung des Visums.
Migrationsberater berichten von einem starken Anstieg an Anfragen von Start-ups und regionalen KMU, die unsicher sind, ob sie unter den neuen Bedingungen weiterhin auf ausländische Fachkräfte zugreifen können. Die Regierung argumentiert, dass die automatische Indexierung Migranten vor Ausbeutung schützt und sicherstellt, dass gesponserte Stellen mindestens dem australischen Marktdurchschnitt entsprechen. Branchenverbände kritisieren jedoch, dass die einheitliche Schwelle regionale Lohnunterschiede und Branchen mit niedrigen Margen, wie die Altenpflege, ignoriert.
Da für später in diesem Jahr eine umfassende Überprüfung des Skills-in-Demand-Visums geplant ist, setzen sich Wirtschaftsverbände für eine regionale Ausnahme ähnlich der inzwischen abgeschafften Regional Occupation List ein. Bis dahin sollten Sponsoren ihre bestehenden 482- und 494-Visuminhaber überprüfen, um Personen zu identifizieren, deren Gehalt unter den neuen Schwellenwerten liegt. Bei Gehaltsdefiziten gibt es verschiedene Optionen: eine proaktive Gehaltserhöhung, eine Umklassifizierung der Position oder in manchen Fällen die Umstellung des Mitarbeiters auf einen Labour-Agreement-Stream mit ausgehandelten Ausnahmen.
Diese Anpassung basiert auf der Migrationsverordnung, die die Mindestgehaltsgrenzen an den Durchschnittslohn (Average Weekly Ordinary Time Earnings, AWOTE) koppelt. Obwohl die Erhöhung bereits erwartet wurde, war die genaue Höhe erst nach der Veröffentlichung der endgültigen Lohnstatistik durch das Australian Bureau of Statistics (ABS) im Mai bekannt. Arbeitgeber, die ihre Nominierungen vor Mitternacht am 30. Juni eingereicht haben, werden noch nach den alten Schwellenwerten bewertet, was Ende Juni zu einem regelrechten Ansturm führte, da Personalabteilungen versuchten, bestehende Gehaltspakete zu sichern.
Für multinationale Unternehmen, die Mitarbeiter nach Australien entsenden, betrifft die neue Mindestgrenze nicht nur Neueinstellungen, sondern auch innerbetriebliche Versetzungen und kurzfristige Einsätze. Die Vergütungspakete müssen nun brutto so angepasst werden, dass sie die neuen Mindestwerte inklusive Superannuation erfüllen. Werden Verträge nicht entsprechend angepasst, droht die Ablehnung der Nominierung oder im schlimmsten Fall eine Sanktion wegen Unterbezahlung nach Erteilung des Visums.
Migrationsberater berichten von einem starken Anstieg an Anfragen von Start-ups und regionalen KMU, die unsicher sind, ob sie unter den neuen Bedingungen weiterhin auf ausländische Fachkräfte zugreifen können. Die Regierung argumentiert, dass die automatische Indexierung Migranten vor Ausbeutung schützt und sicherstellt, dass gesponserte Stellen mindestens dem australischen Marktdurchschnitt entsprechen. Branchenverbände kritisieren jedoch, dass die einheitliche Schwelle regionale Lohnunterschiede und Branchen mit niedrigen Margen, wie die Altenpflege, ignoriert.
Da für später in diesem Jahr eine umfassende Überprüfung des Skills-in-Demand-Visums geplant ist, setzen sich Wirtschaftsverbände für eine regionale Ausnahme ähnlich der inzwischen abgeschafften Regional Occupation List ein. Bis dahin sollten Sponsoren ihre bestehenden 482- und 494-Visuminhaber überprüfen, um Personen zu identifizieren, deren Gehalt unter den neuen Schwellenwerten liegt. Bei Gehaltsdefiziten gibt es verschiedene Optionen: eine proaktive Gehaltserhöhung, eine Umklassifizierung der Position oder in manchen Fällen die Umstellung des Mitarbeiters auf einen Labour-Agreement-Stream mit ausgehandelten Ausnahmen.
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