
Lange Warteschlangen am Flughafen Václav Havel Prag sind seit der Einführung des neuen EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) im April für Reisende aus Nicht-Schengen-Ländern zur täglichen Belastung geworden. Nachdem diese Woche Bilder von hunderte Meter langen Schlangen in den sozialen Medien kursierten, berief der neu ernannte Flughafenchef Radomír Lašák am 18. September eine außerordentliche Vorstandssitzung ein. Der Vorstand genehmigte ein Notfallpaket, das schnelle operative Maßnahmen mit mittelfristigen Infrastrukturverbesserungen kombiniert.
Ab sofort werden die Passagierwege im Terminal 1 umgeleitet, um Engpässe an den ersten EES-Registrierungskiosken zu vermeiden. Zusätzlich wurde ein „Red-Team“ eingesetzt, das Passagiere lenkt, Familien und Senioren priorisiert und bei Wartezeiten über 30 Minuten Wasserflaschen verteilt. Der Flughafen installiert mehrsprachige LCD-Bildschirme, die sich für Verzögerungen entschuldigen und in Echtzeit Anweisungen zur biometrischen Registrierung geben.
In Zusammenarbeit mit der Ausländerpolizei wird nächste Woche eine temporäre vierte Grenzkontrollinsel eröffnet, die fünf besetzte Schalter und vier automatisierte e-Gates hinzufügt. Die Polizei passt die Dienstpläne an, um während der abendlichen Spitzenzeiten, wenn bis zu acht Nicht-Schengen-Flüge innerhalb von 40 Minuten landen, die maximale Anzahl an Beamten im Einsatz zu haben.
Datenanalysen zeigen, dass fast 40 % der Erstbesucher aus Drittstaaten die Kiosken nicht korrekt bedienen, was manuelle Eingriffe erfordert und die Warteschlangen verlängert. Eine gemeinsame Taskforce wird daher jeden Schritt von Kiosk bis Schalter analysieren und die Beschilderung so überarbeiten, dass häufige Fehler – wie das falsche Einlegen des Reisepasses – frühzeitig erkannt werden.
Mittelfristig bestätigte der Flughafen eine 14-Millionen-Euro-Erweiterung der Ankunfts-Grenzkontrollhalle, die bis April 2027 abgeschlossen sein soll. Die Kapazität steigt von 12 auf 17 traditionelle Schalter und von 9 auf 13 EasyGo-Selbstbedienungsgates. Zudem wird diesen Winter mit ausgewählten Fluggesellschaften ein Pilotprojekt für eine freiwillige Vorregistrierung im Check-in-Prozess getestet.
Für Mobilitätsmanager in Unternehmen lautet die klare Botschaft: Informieren Sie Ihre mobilen Mitarbeiter, dass sie mit längeren Abfertigungszeiten rechnen müssen – besonders wenn sie sich noch nie im EES registriert haben – und planen Sie Folgetermine entsprechend. Fluggesellschaften mit hohem Ertragsaufkommen setzen sich bereits in Brüssel für eine Remote-Registrierungsoption ein, die in Airline-Apps integriert werden könnte. Bis dahin sollten Unternehmen, die Mitarbeiter nach Prag entsenden, mindestens 45 Minuten zusätzliche Zeit für Transfers nach der Ankunft einplanen und bei zeitkritischen Terminen Fast-Track- oder VIP-Services in Betracht ziehen.
Ab sofort werden die Passagierwege im Terminal 1 umgeleitet, um Engpässe an den ersten EES-Registrierungskiosken zu vermeiden. Zusätzlich wurde ein „Red-Team“ eingesetzt, das Passagiere lenkt, Familien und Senioren priorisiert und bei Wartezeiten über 30 Minuten Wasserflaschen verteilt. Der Flughafen installiert mehrsprachige LCD-Bildschirme, die sich für Verzögerungen entschuldigen und in Echtzeit Anweisungen zur biometrischen Registrierung geben.
In Zusammenarbeit mit der Ausländerpolizei wird nächste Woche eine temporäre vierte Grenzkontrollinsel eröffnet, die fünf besetzte Schalter und vier automatisierte e-Gates hinzufügt. Die Polizei passt die Dienstpläne an, um während der abendlichen Spitzenzeiten, wenn bis zu acht Nicht-Schengen-Flüge innerhalb von 40 Minuten landen, die maximale Anzahl an Beamten im Einsatz zu haben.
Datenanalysen zeigen, dass fast 40 % der Erstbesucher aus Drittstaaten die Kiosken nicht korrekt bedienen, was manuelle Eingriffe erfordert und die Warteschlangen verlängert. Eine gemeinsame Taskforce wird daher jeden Schritt von Kiosk bis Schalter analysieren und die Beschilderung so überarbeiten, dass häufige Fehler – wie das falsche Einlegen des Reisepasses – frühzeitig erkannt werden.
Mittelfristig bestätigte der Flughafen eine 14-Millionen-Euro-Erweiterung der Ankunfts-Grenzkontrollhalle, die bis April 2027 abgeschlossen sein soll. Die Kapazität steigt von 12 auf 17 traditionelle Schalter und von 9 auf 13 EasyGo-Selbstbedienungsgates. Zudem wird diesen Winter mit ausgewählten Fluggesellschaften ein Pilotprojekt für eine freiwillige Vorregistrierung im Check-in-Prozess getestet.
Für Mobilitätsmanager in Unternehmen lautet die klare Botschaft: Informieren Sie Ihre mobilen Mitarbeiter, dass sie mit längeren Abfertigungszeiten rechnen müssen – besonders wenn sie sich noch nie im EES registriert haben – und planen Sie Folgetermine entsprechend. Fluggesellschaften mit hohem Ertragsaufkommen setzen sich bereits in Brüssel für eine Remote-Registrierungsoption ein, die in Airline-Apps integriert werden könnte. Bis dahin sollten Unternehmen, die Mitarbeiter nach Prag entsenden, mindestens 45 Minuten zusätzliche Zeit für Transfers nach der Ankunft einplanen und bei zeitkritischen Terminen Fast-Track- oder VIP-Services in Betracht ziehen.
Quelle: iDNES.cz
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