
Die schottische Regierung hat am 19. September ein neues Strategiepapier veröffentlicht, das einen ehrgeizigen Plan für devolvierte Einwanderungsbefugnisse vorstellt. Das Dokument mit dem Titel „Migration: Unterstützung der Zukunft von Schottlands Wirtschaft und Gemeinschaften“ schlägt drei neue, UK-weite Visarouten vor, die ausschließlich in Schottland gelten sollen: ein personenbezogenes „Scottish Visa“, ein gemeinschaftsorientiertes Pilotprojekt „Rural Visa“ für abgelegene Gebiete und Inseln sowie ein „Scottish Graduate Visa“, das internationalen Absolventen schottischer Universitäten bis zu zwei zusätzliche Jahre Arbeitserlaubnis nach Ablauf ihres regulären Graduate Visums gewährt.
Die Minister betonen, dass Schottland vor einer demografischen Zeitbombe steht – sinkende Geburtenraten und eine alternde Erwerbsbevölkerung – und dass nationale Gehaltsschwellen und Sponsorenregeln die lokalen Arbeitsmarktbedingungen nicht widerspiegeln. Beim Scottish Visa soll die Berechtigung anhand von Alter, Bildung und einem breiteren Beitrag bewertet werden, statt nur durch einen einzelnen Arbeitgebersponsor. Dies würde den Inhabern die Freiheit geben, den Job zu wechseln und nach fünf Jahren eine dauerhafte Niederlassung zu beantragen.
Das Rural Visa-Pilotprojekt sieht vor, dass ausgewiesene Insel- oder abgelegene Festlandsgemeinden schwer zu besetzende Stellen ausschreiben, Kandidaten lokal bewerten und diese dem Innenministerium empfehlen. Pro Gemeinde sollen über fünf Jahre maximal 300 Migranten aufgenommen werden. Erfolgreiche Bewerber erhalten umfassende Integrationsunterstützung von lokalen Behörden und Wohltätigkeitsorganisationen.
Das Scottish Graduate Visa würde die Arbeitsrechte nach dem Studium um bis zu zwei Jahre verlängern, da viele Absolventen Schwierigkeiten haben, innerhalb des bestehenden zweijährigen Zeitfensters die Gehaltsschwelle für Fachkräfte zu erreichen. Diese Route soll auch Selbstständigkeit ermöglichen und Angehörige einschließen. Die Minister betonen, dass das Programm wichtig ist, da Westminster plant, das UK-weite Graduate Visa ab 2027 auf 18 Monate zu verkürzen.
Da Einwanderung eine reservierte Angelegenheit ist, kann Holyrood nicht eigenmächtig handeln. Das Papier fordert jedoch die britische Regierung auf, „partnerschaftlich“ an einem Pilotprojekt mitzuwirken und verweist auf Kanadas Provincial Nominee Programme sowie das staatliche Sponsoring-Modell Australiens als Vorbilder.
Wirtschaftsverbände begrüßten die Vorschläge und betonten, dass Fachkräftemangel in Bau, Gastgewerbe, Sozialpflege und grüner Energie nicht auf eine nationale Lösung warten könne. Für Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Sollte Westminster zustimmen, könnte Schottland bald flexiblere und weniger bürokratische Visaoptionen anbieten, die es erleichtern, globale Talente zu gewinnen und zu halten – besonders in ländlichen Regionen mit akutem Fachkräftemangel. Mobility Manager sollten die Gespräche zwischen Edinburgh und London aufmerksam verfolgen und potenzielle Stellen identifizieren, die von diesen neuen Visa profitieren könnten.
Die Minister betonen, dass Schottland vor einer demografischen Zeitbombe steht – sinkende Geburtenraten und eine alternde Erwerbsbevölkerung – und dass nationale Gehaltsschwellen und Sponsorenregeln die lokalen Arbeitsmarktbedingungen nicht widerspiegeln. Beim Scottish Visa soll die Berechtigung anhand von Alter, Bildung und einem breiteren Beitrag bewertet werden, statt nur durch einen einzelnen Arbeitgebersponsor. Dies würde den Inhabern die Freiheit geben, den Job zu wechseln und nach fünf Jahren eine dauerhafte Niederlassung zu beantragen.
Das Rural Visa-Pilotprojekt sieht vor, dass ausgewiesene Insel- oder abgelegene Festlandsgemeinden schwer zu besetzende Stellen ausschreiben, Kandidaten lokal bewerten und diese dem Innenministerium empfehlen. Pro Gemeinde sollen über fünf Jahre maximal 300 Migranten aufgenommen werden. Erfolgreiche Bewerber erhalten umfassende Integrationsunterstützung von lokalen Behörden und Wohltätigkeitsorganisationen.
Das Scottish Graduate Visa würde die Arbeitsrechte nach dem Studium um bis zu zwei Jahre verlängern, da viele Absolventen Schwierigkeiten haben, innerhalb des bestehenden zweijährigen Zeitfensters die Gehaltsschwelle für Fachkräfte zu erreichen. Diese Route soll auch Selbstständigkeit ermöglichen und Angehörige einschließen. Die Minister betonen, dass das Programm wichtig ist, da Westminster plant, das UK-weite Graduate Visa ab 2027 auf 18 Monate zu verkürzen.
Da Einwanderung eine reservierte Angelegenheit ist, kann Holyrood nicht eigenmächtig handeln. Das Papier fordert jedoch die britische Regierung auf, „partnerschaftlich“ an einem Pilotprojekt mitzuwirken und verweist auf Kanadas Provincial Nominee Programme sowie das staatliche Sponsoring-Modell Australiens als Vorbilder.
Wirtschaftsverbände begrüßten die Vorschläge und betonten, dass Fachkräftemangel in Bau, Gastgewerbe, Sozialpflege und grüner Energie nicht auf eine nationale Lösung warten könne. Für Arbeitgeber ist die Botschaft klar: Sollte Westminster zustimmen, könnte Schottland bald flexiblere und weniger bürokratische Visaoptionen anbieten, die es erleichtern, globale Talente zu gewinnen und zu halten – besonders in ländlichen Regionen mit akutem Fachkräftemangel. Mobility Manager sollten die Gespräche zwischen Edinburgh und London aufmerksam verfolgen und potenzielle Stellen identifizieren, die von diesen neuen Visa profitieren könnten.
Quelle: Vanguard News
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