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Vierstündige Warteschlangen am Flughafen Genf nach Ausfall des biometrischen Grenzsystems

Dez. 22, 2025
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Vierstündige Warteschlangen am Flughafen Genf nach Ausfall des biometrischen Grenzsystems
Der Flughafen Cointrin in Genf, das wichtigste Tor für den Wintertourismus in den Alpen, geriet am Sonntag, den 21. Dezember, nahezu zum Stillstand, als das neue EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) mehrfach ausfiel. Der Ausfall traf den ungünstigsten Zeitpunkt – den ersten großen Wochenendwechsel der Weihnachtsski-Saison, wenn innerhalb eines engen Dreistundenfensters Flüge mit britischen, amerikanischen und Golf-Touristen ankommen.

Laut einem ausführlichen Bericht von VisaHQ froren die biometrischen Kioske am Nachmittag zweimal ein, was die Schweizer Grenzbeamten zwang, sie abzuschalten und alle Nicht-EU-Passagiere manuell abzufertigen. Die Warteschlangen zogen sich schnell bis in die Fluggastbrücken zurück, einige Reisende berichteten von Wartezeiten von bis zu vier Stunden. Reddit-Beiträge von gestrandeten Skifahrern bestätigten den Zeitablauf, mehrere berichteten, dass ihre Flughafentransfers ohne sie abfuhren.

Vierstündige Warteschlangen am Flughafen Genf nach Ausfall des biometrischen Grenzsystems


Das EES erfasst bei der ersten Einreise eines Drittstaatsangehörigen in den Schengen-Raum Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto und ersetzt damit das alte System mit Passstempeln. Obwohl während der Pilotphase nur 10 % der Ankünfte erfasst werden sollen, geben die Genfer Behörden zu, dass sich die Bearbeitungszeiten für diese Gruppe um 70 % erhöht haben. Ein Sprecher kündigte an, für den kommenden Spitzenansturm am 26. Dezember zusätzliches Personal und „Notfallspuren“ einzusetzen, warnte jedoch die Passagiere vor „deutlich längeren“ Formalitäten als in den Vorjahren.

Für Manager im Bereich globale Mobilität ist der Vorfall ein Warnsignal vor dem Anstieg der Geschäftsreisen im Januar. Unternehmen, die Mitarbeiter in die Schweiz versetzen oder Talente für alpine Offsites über Genf leiten, sollten Reisende, wo möglich, vorab im EU Digital Travel Credential-Pilotprogramm anmelden, Mitarbeiter über biometrische Anforderungen informieren und bei der Buchung von Bodentransporten Pufferzeiten einplanen. Arbeitgeber mit großen Nicht-EU-Belegschaften – insbesondere NGOs im internationalen Genf – könnten erwägen, Reisedaten zu staffeln, um Wochenendspitzen zu vermeiden.

Die Schweizer Tourismusverbände fordern eine Nachprüfung der Personalstärke und Systemstabilität nach der Einführung. „Wenn schon eine Erfassungsrate von 10 % das System zum Erliegen bringt, müssen wir die Ressourcen neu überdenken, bevor im nächsten Herbst 100 % live gehen“, sagte Nicolas Dupont vom Schweizer Tourismusverband.
Quelle: VisaHQ

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