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DHS schlägt umfassende Reform der Arbeitsgenehmigungsregeln für Asylbewerber vor

Feb. 21, 2026
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DHS schlägt umfassende Reform der Arbeitsgenehmigungsregeln für Asylbewerber vor
In einer der bedeutendsten unternehmensbezogenen Einwanderungsmaßnahmen des Jahres hat das Department of Homeland Security am 20. Februar 2026 einen 220-seitigen Entwurf mit dem Titel „Reform der Arbeitserlaubnis für Asylbewerber“ veröffentlicht. Der Vorschlag sieht vor, die obligatorische Wartezeit, bevor ein Asylbewerber das Formular I-765 einreichen kann, von 180 auf 365 Tage zu verlängern. Zudem soll die US-Einwanderungsbehörde USCIS die Befugnis erhalten, die Annahme neuer Anträge auf eine Arbeitserlaubnis (EAD) auszusetzen, sobald die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Asylfälle sechs Monate überschreitet. Darüber hinaus sind strengere Ausschlusskriterien bei Vorstrafen und illegaler Einreise geplant.

Das DHS begründet die Änderungen mit dem Ziel, sogenannte „unbegründete oder haltlose“ Asylanträge einzudämmen, die vor allem zur Erlangung einer Arbeitserlaubnis eingereicht werden. Die USCIS meldet einen Rekordbestand von 1,4 Millionen anhängigen positiven Asylanträgen, der die Bearbeitungsressourcen stark belastet und die Bearbeitungszeiten für andere Leistungen in die Länge zieht.

DHS schlägt umfassende Reform der Arbeitsgenehmigungsregeln für Asylbewerber vor


Für Arbeitgeber hätte die Regelung sofortige Auswirkungen auf die Compliance. Personalverantwortliche müssten im ersten Jahr nach Inkrafttreten mit deutlich weniger EADs auf Asylbasis rechnen, und HR-Teams müssten bei der Ausfüllung der I-9-Beschäftigungsverifizierungsformulare eine neue 12-monatige „Asyl-Uhr“ im Blick behalten. Das DHS schätzt, dass Antragsteller im ersten Jahr aufgrund der längeren Wartezeit Einkommensverluste von 2,3 Milliarden US-Dollar hinnehmen müssten, rechnet jedoch mit einem Nettoeffekt zugunsten der Betrugsbekämpfung.

Die Bekanntmachung des Regelungsentwurfs soll am 23. Februar im Federal Register veröffentlicht werden, womit eine 60-tägige Frist für öffentliche Stellungnahmen beginnt. Multinationale Unternehmen, Personalvermittler und Branchenverbände werden voraussichtlich intensiv Stellung nehmen; viele warnen bereits jetzt, dass legitime Talente in Mitleidenschaft gezogen werden und Unternehmen gezwungen sein könnten, Projekte zu verzögern oder Funktionen ins Ausland zu verlagern.

Sollte die Regelung ohne wesentliche Änderungen in Kraft treten, sollten Unternehmen sich auf verzögerte Onboarding-Prozesse einstellen, ihre Einwanderungsrichtlinien überarbeiten und alternative Visamöglichkeiten wie O-1- und L-1-Visa für Schlüsselkräfte ausbauen.
Quelle: Federal Register (pre-publication PDF)

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