
Der Flughafen Leonardo da Vinci–Fiumicino in Rom (FCO) wurde heute Morgen mit einer Wasserkanonensalve begrüßt, als der Air India-Flug AI 123 aus Neu-Delhi landete. Dies markiert die erste Nonstop-Verbindung der Fluggesellschaft auf dieser Strecke seit der Pandemie und ihre offizielle Rückkehr auf den italienischen Markt. Der viermal wöchentliche Boeing 787-8-Service (Mo/Mi/Fr/Sa) startet um 14:15 Uhr am Indira Gandhi International Airport und landet um 19:00 Uhr Ortszeit in Rom. Das gleiche Flugzeug wird für den abendlichen Ostflug AI 124 wieder eingesetzt. Der Flugplan ist so gestaltet, dass er optimale Anschlussmöglichkeiten zu Inlands- und EU-Flügen ab Fiumicino bietet und indischen Geschäftsreisenden eine Tagesverbindung nach Westen sowie einen Nachtflug nach Osten ermöglicht, der perfekt mit den Geschäftszeiten an beiden Enden harmoniert. Für multinationale Unternehmen schließt die wiederhergestellte Verbindung eine Lücke, die Reisende zuvor zu zeitaufwändigen Umsteigeverbindungen über den Golf oder Mitteleuropa zwang. Vor heute lag die Kapazität zwischen Italien und Indien um 23 Prozent unter dem Höchststand von 2019; die Beratungsgesellschaft Henley Aviation schätzt, dass der Direktflug die Tür-zu-Tür-Reisezeit für Führungskräfte zwischen den beiden G20-Wirtschaften um mindestens drei Stunden verkürzt. Italienische Exportverbände erwarten zudem, dass die Strecke das schnelle Wachstum der Maschinenbau- und Luxusgüterexporte nach Indien unterstützt, die 2025 einen Wert von über 5,1 Milliarden Euro erreichten. Der Start erfolgt vor dem Hintergrund einer aggressiven Netzerweiterung des von Tata kontrollierten Flag-Carriers, der in den nächsten zwei Jahren 30 neue Großraumflugzeuge einsetzen will. Rom ist die zweite europäische Strecke von Air India, die diesen Monat nach Wien wieder aufgenommen wird, und steht vor dem geplanten Start in Mailand Malpensa im Juli. Auf italienischer Seite hat Aeroporti di Roma einen zweijährigen Rabatt auf Landegebühren für neue Langstreckenverbindungen angeboten, die ganzjährig betrieben werden – ein Anreiz, der maßgeblich zur Wiederaufnahme des Services beigetragen hat. Geschäftsreisende sollten beachten, dass Air India ein Einführungstarif „Economy Saver“ von etwa 620 Euro für Hin- und Rückflug (inklusive Steuern) bis zum 30. April anbietet; zudem ist ein Business-Promo-Tarif der Z-Klasse für 1.890 Euro verfügbar – rund 15 Prozent günstiger als vergleichbare Verbindungen über Golf-Drehkreuze. Der Flug ist in allen großen Online-Buchungssystemen (OBTs) gelistet, allerdings müssen möglicherweise die Reiserichtlinien aktualisiert werden, um die Rückkehr der nicht in einer Allianz befindlichen Fluggesellschaft auf den italienischen Markt zu berücksichtigen. Reisende mit indischem Pass benötigen weiterhin ein Schengen-Visum; die Bearbeitungszeiten bei den VFS-Zentren in Delhi und Mumbai liegen bei etwa neun Arbeitstagen. Für die Zukunft plant Air India, die Verbindung auf eine Boeing 787-9 mit modernisierten Kabinen ab dem dritten Quartal 2026 aufzuwerten, was 18 zusätzliche Premium-Economy-Sitze für kleine und mittlere Exportunternehmen bringt. Die verbesserte Anbindung Fiumicinos stärkt zudem Italiens Bestrebungen – gemeinsam mit der Lufthansa Group – Rom als südlichen europäischen Drehkreuz für den Verkehr zwischen Südasien und Nordamerika zu etablieren. Diese strategische Ausrichtung könnte gemeinsame transatlantische Codeshare-Abkommen ermöglichen, sobald die regulatorischen Genehmigungen vorliegen.
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