
Die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Schweiz kam am Osterwochenende zum Stillstand, als der Ferienverkehr am Nordportal des Gotthardstraßentunnels eine rekordverdächtige Stau-Länge von 21 Kilometern verursachte. Zwischen den frühen Morgenstunden des Karfreitags (3. April 2026) und Samstagmorgen betrugen die Wartezeiten für Autofahrer in Richtung Italien laut Touring Club Schweiz (TCS) bis zu dreieinhalb Stunden. Bereits am Freitagmittag aktivierten das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und die Kantonspolizei den «Staumanagement Uri»-Notfallplan, schlossen mehrere Zufahrten und leiteten Schwerverkehr in Sammelbereiche um.
Der Gotthard-Korridor wird in der Hochsaison täglich von rund 17.000 Fahrzeugen genutzt und ist die bevorzugte Route für Expatriates, Grenzgänger und Touristen, die zwischen Nordeuropa und Italien unterwegs sind. Der diesjährige Stau wurde durch mildes Frühlingswetter, Schulferien in Deutschland und Frankreich sowie Flugumleitungen von Airlines weg vom Luftraum über dem Nahen Osten verschärft, was zusätzliche Urlauber auf die Straßen brachte.
Die Behörden riefen wiederholt dazu auf, auf die A13 San-Bernardino-Route, den Simplonpass oder den Autoverlad Lötschberg auszuweichen. Doch auch diese Alternativrouten waren überlastet, da Navigations-Apps zeitgleich Zehntausende Fahrzeuge umleiteten. Die Verkehrsbehinderungen wirkten sich auch auf den internationalen Bahn- und Güterverkehr aus: SBB Cargo meldete bis zu 90-minütige Verspätungen bei Kombi-Zügen, da Lkw-Fahrer im Stau ihre geplanten Ladezeiten in Chiasso und Lugano verpassten. Grenzüberschreitende Busverbindungen zwischen Zürich und Mailand mussten über den Großen Sankt Bernhard-Tunnel ausweichen, was ihre Fahrzeit um zwei Stunden verlängerte und Entschädigungsforderungen von Reiseveranstaltern nach sich zog.
Logistikunternehmen warnten, dass Just-in-Time-Lieferungen an norditalienische Fabriken gefährdet sein könnten, falls der Rückreiseverkehr am Ostermontag ähnlich stark ausfällt. Langfristige Entlastung ist in Sicht: Die zweite Röhre des Gotthardstraßentunnels, derzeit im Bau, soll 2030 eröffnet werden und ermöglicht abwechselnde Wartungsschließungen bei dauerhaft zwei Fahrspuren pro Richtung.
Umweltschützer argumentieren jedoch, dass zusätzliche Kapazitäten nur mehr Autoverkehr anziehen und plädieren dafür, den Ferienverkehr auf die Schiene zu verlagern. Bis dahin investiert ASTRA 80 Millionen CHF in dynamische Fahrstreifenanzeigen, intelligente Ampeln und erweiterte Parkmöglichkeiten an Rastplätzen, um Spitzenbelastungen besser zu steuern.
Für Mobilitätsmanager unterstreicht das Osterchaos die Bedeutung multimodaler Notfallpläne. Unternehmen mit zeitkritischen Lieferungen nach Italien sollten während der Ferienzeiten Bahn-Frachtkontingente buchen, während Firmenreiseteams ihren Mitarbeitenden empfehlen könnten, nach Mailand oder Verona zu fliegen und die Weiterreise mit der Bahn anzutreten. Echtzeit-Verkehrsdaten von TCS und dem Schweizerischen Verkehrszentrum lassen sich in Reisegenehmigungsplattformen integrieren, um automatische Warnungen bei Überschreiten definierter Staugrenzen auszulösen.
Der Gotthard-Korridor wird in der Hochsaison täglich von rund 17.000 Fahrzeugen genutzt und ist die bevorzugte Route für Expatriates, Grenzgänger und Touristen, die zwischen Nordeuropa und Italien unterwegs sind. Der diesjährige Stau wurde durch mildes Frühlingswetter, Schulferien in Deutschland und Frankreich sowie Flugumleitungen von Airlines weg vom Luftraum über dem Nahen Osten verschärft, was zusätzliche Urlauber auf die Straßen brachte.
Die Behörden riefen wiederholt dazu auf, auf die A13 San-Bernardino-Route, den Simplonpass oder den Autoverlad Lötschberg auszuweichen. Doch auch diese Alternativrouten waren überlastet, da Navigations-Apps zeitgleich Zehntausende Fahrzeuge umleiteten. Die Verkehrsbehinderungen wirkten sich auch auf den internationalen Bahn- und Güterverkehr aus: SBB Cargo meldete bis zu 90-minütige Verspätungen bei Kombi-Zügen, da Lkw-Fahrer im Stau ihre geplanten Ladezeiten in Chiasso und Lugano verpassten. Grenzüberschreitende Busverbindungen zwischen Zürich und Mailand mussten über den Großen Sankt Bernhard-Tunnel ausweichen, was ihre Fahrzeit um zwei Stunden verlängerte und Entschädigungsforderungen von Reiseveranstaltern nach sich zog.
Logistikunternehmen warnten, dass Just-in-Time-Lieferungen an norditalienische Fabriken gefährdet sein könnten, falls der Rückreiseverkehr am Ostermontag ähnlich stark ausfällt. Langfristige Entlastung ist in Sicht: Die zweite Röhre des Gotthardstraßentunnels, derzeit im Bau, soll 2030 eröffnet werden und ermöglicht abwechselnde Wartungsschließungen bei dauerhaft zwei Fahrspuren pro Richtung.
Umweltschützer argumentieren jedoch, dass zusätzliche Kapazitäten nur mehr Autoverkehr anziehen und plädieren dafür, den Ferienverkehr auf die Schiene zu verlagern. Bis dahin investiert ASTRA 80 Millionen CHF in dynamische Fahrstreifenanzeigen, intelligente Ampeln und erweiterte Parkmöglichkeiten an Rastplätzen, um Spitzenbelastungen besser zu steuern.
Für Mobilitätsmanager unterstreicht das Osterchaos die Bedeutung multimodaler Notfallpläne. Unternehmen mit zeitkritischen Lieferungen nach Italien sollten während der Ferienzeiten Bahn-Frachtkontingente buchen, während Firmenreiseteams ihren Mitarbeitenden empfehlen könnten, nach Mailand oder Verona zu fliegen und die Weiterreise mit der Bahn anzutreten. Echtzeit-Verkehrsdaten von TCS und dem Schweizerischen Verkehrszentrum lassen sich in Reisegenehmigungsplattformen integrieren, um automatische Warnungen bei Überschreiten definierter Staugrenzen auszulösen.