
Fluggesellschaften kämpfen mit engen Feiertagsplänen und daraus resultierenden Personalknappheiten bei der Crew: Am 5. April wurden 25 Flüge gestrichen und weitere 134 verspätet, wodurch Passagiere von London Heathrow bis zum Flughafen Sabiha Gökçen in Istanbul gestrandet sind. Daten von Flugverfolgungsdiensten, berichtet von der Reiseplattform *The Traveler*, zeigen, dass British Airways etwa zehn Streichungen zu verzeichnen hatte – hauptsächlich Kurzstreckenflüge innerhalb Europas ab Heathrow. Die türkische Billigfluggesellschaft Pegasus meldete 15 Ausfälle und über 100 Verspätungen, die Ziele wie Wien, Dubai und weitere Anschlussflughäfen betrafen. Da Heathrow nahezu ausgelastet ist, können bereits wenige Verspätungen am frühen Morgen den gesamten Tagesablauf durcheinanderbringen. Verpasste Anschlussflüge zwangen Geschäftsreisende dazu, in Flughafenhotels zu übernachten und alternative Routen über Drehkreuze wie Amsterdam und Frankfurt zu wählen. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter für Montagmorgen-Meetings erwarteten, mussten noch um Mitternacht am Sonntag Umbuchungen vornehmen – ein deutliches Zeichen dafür, wie betriebliche Störungen bei einer einzigen Airline schnell zu einem Chaos an mehreren Flughäfen führen können. Nach den Entschädigungsregelungen in Großbritannien und der EU können Reisende bei Flügen mit mehr als drei Stunden Verspätung bis zu 600 € Entschädigung beanspruchen, wobei die Ansprüche davon abhängen, ob die Störung im Einflussbereich der Airline lag. Mobilitätsteams raten daher, schriftliche Bestätigungen über die Verspätungsgründe einzuholen, Belege aufzubewahren und sowohl Airline-Apps als auch unabhängige Tracker zu nutzen, um frühzeitig alternative Routen zu erkennen. Analysten warnen, dass angesichts geplanter Streiks am Ostermontag an den französischen Standorten von easyJet und Personalmangel am Flughafen Heathrow durch vermehrte Krankmeldungen, Reiseleiter sich auf anhaltende Störungen bis zum 8. April einstellen sollten. Zu den empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen zählen flexible Rückflugtickets, großzügige Anschlusszeiten und die Aktivierung einer 24/7-Reisendenüberwachung, damit Duty-of-Care-Teams bei Problemen schnell eingreifen können.
Quelle: The Traveler
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