
In seinem neuesten Newsletter warnt das Anti-Monopol-Denkfabrik Open Markets Institute, dass die Überarbeitung des H-1B-Programms durch die Trump-Administration für 2026 – insbesondere die Anmeldegebühr von 100.000 US-Dollar und die lohnabhängige Gewichtung im Losverfahren – die Dominanz der großen Tech-Konzerne auf Kosten von Start-ups und kleinen Innovatoren zementieren könnte. Die Analyse erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Arbeitgeber die erste Saison mit lohnabhängiger Obergrenze durchlaufen. Die elektronische Registrierung endete am 19. März, die Antragstellung begann am 1. April, doch Berichte von Einwanderungsberatern zeigen, dass die frühen Auswahlbenachrichtigungen stark auf Positionen mit Löhnen der Stufen III und IV entfallen. Genau das ist laut dem Heimatschutzministerium (DHS) auch die Absicht der Politik: „die höchstqualifizierten und bestbezahlten“ ausländischen Talente zu bevorzugen.
Open Markets weist jedoch darauf hin, dass junge Unternehmen oft mit Beteiligungen statt mit Spitzengehältern entlohnen – ein Faktor, der im Lohnschema ausdrücklich nicht berücksichtigt wird – und dadurch ihre Chancen auf einen begehrten Platz drastisch sinken. Die zusätzliche sechsstellige Anmeldegebühr neben den regulären Rechtskosten verschärft die Ungleichheit weiter. Risikokapitalgeber warnen, dass Unternehmen in der Cash-Burn-Phase keine 100.000 US-Dollar pro Ingenieur aufbringen können, wenn sie möglicherweise ein Dutzend H-1B-Visa benötigen, um zu wachsen. Etablierte Tech-Giganten hingegen können die Gebühr als Peanuts abtun.
Kritiker befürchten, dass dies zu weniger Start-up-Visa, geringerer Konkurrenz in zukunftsträchtigen Bereichen wie KI und einer Abwanderung von Talenten nach Kanada oder Europa führen könnte, wo die Einwanderungswege erschwinglicher bleiben. Für Mobility-Manager steht aktuell die Budgetierung und Lohnstrategie im Fokus. Arbeitgeber müssen nun entscheiden, ob sie die Grundgehälter erhöhen, um in höhere Lohnstufen zu gelangen und so im Losverfahren besser abzuschneiden, oder ob sie Personal ins Ausland verlagern. Zudem gilt es, die separate Asylprogramm-Gebühr von 600 US-Dollar zu beachten, die seit April bei jeder I-129-Anmeldung anfällt.
Langfristig wird die aktuelle Debatte voraussichtlich in Rechtsstreitigkeiten münden: Mehrere Branchenverbände bereiten Klagen gegen die Gebühr und die Gewichtungsmethode vor, da diese dem „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Prinzip des Einwanderungsgesetzes widersprechen sollen. Unabhängig vom Ausgang der Klagen markiert die Saison 2026 bereits einen Wendepunkt. Unternehmen, die auf Spezialberufsvisa angewiesen sind, müssen ihre Talentstrategien künftig stärker an Kosten- statt an reinen Qualifikationskriterien ausrichten – und das, warnt Open Markets, könnte unvorhergesehene Folgen für Innovation und Arbeitsmobilität in den USA haben.
Open Markets weist jedoch darauf hin, dass junge Unternehmen oft mit Beteiligungen statt mit Spitzengehältern entlohnen – ein Faktor, der im Lohnschema ausdrücklich nicht berücksichtigt wird – und dadurch ihre Chancen auf einen begehrten Platz drastisch sinken. Die zusätzliche sechsstellige Anmeldegebühr neben den regulären Rechtskosten verschärft die Ungleichheit weiter. Risikokapitalgeber warnen, dass Unternehmen in der Cash-Burn-Phase keine 100.000 US-Dollar pro Ingenieur aufbringen können, wenn sie möglicherweise ein Dutzend H-1B-Visa benötigen, um zu wachsen. Etablierte Tech-Giganten hingegen können die Gebühr als Peanuts abtun.
Kritiker befürchten, dass dies zu weniger Start-up-Visa, geringerer Konkurrenz in zukunftsträchtigen Bereichen wie KI und einer Abwanderung von Talenten nach Kanada oder Europa führen könnte, wo die Einwanderungswege erschwinglicher bleiben. Für Mobility-Manager steht aktuell die Budgetierung und Lohnstrategie im Fokus. Arbeitgeber müssen nun entscheiden, ob sie die Grundgehälter erhöhen, um in höhere Lohnstufen zu gelangen und so im Losverfahren besser abzuschneiden, oder ob sie Personal ins Ausland verlagern. Zudem gilt es, die separate Asylprogramm-Gebühr von 600 US-Dollar zu beachten, die seit April bei jeder I-129-Anmeldung anfällt.
Langfristig wird die aktuelle Debatte voraussichtlich in Rechtsstreitigkeiten münden: Mehrere Branchenverbände bereiten Klagen gegen die Gebühr und die Gewichtungsmethode vor, da diese dem „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Prinzip des Einwanderungsgesetzes widersprechen sollen. Unabhängig vom Ausgang der Klagen markiert die Saison 2026 bereits einen Wendepunkt. Unternehmen, die auf Spezialberufsvisa angewiesen sind, müssen ihre Talentstrategien künftig stärker an Kosten- statt an reinen Qualifikationskriterien ausrichten – und das, warnt Open Markets, könnte unvorhergesehene Folgen für Innovation und Arbeitsmobilität in den USA haben.
Quelle: Open Markets Institute