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Trump-Verordnung fordert US-Banken auf, die Staatsbürgerschaft ihrer Kunden genau zu prüfen

Mai 20, 2026
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Trump-Verordnung fordert US-Banken auf, die Staatsbürgerschaft ihrer Kunden genau zu prüfen
In einer nächtlichen Aktion am 19. Mai unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Durchführungsverordnung, die Bundesbankaufsichtsbehörden anweist, „immigrationsbedingte Kreditrisiken zu bewerten und zu mindern“. Die Anordnung richtet sich an das Finanzministerium, die Federal Reserve, die FDIC und die OCC mit der Aufforderung, Aufsichtsrichtlinien zu erlassen, die Banken dazu anhalten sollen, zu prüfen, ob Kreditnehmer und Kontoinhaber von einer Abschiebung betroffen sein könnten. Nach Angaben von Regierungsbeamten wird die Maßnahme als Sicherheits- und Stabilitätsvorkehrung dargestellt: Die Aufsichtsbehörden sollen die Möglichkeit berücksichtigen, dass ein undokumentierter Kreditnehmer plötzlich aus den USA ausgewiesen wird und dadurch Kredite ausfallen.

Obwohl der Text nicht vorschreibt, dass Banken Nachweise über Staatsbürgerschaft oder legalen Aufenthaltsstatus einholen müssen, gehen Branchenjuristen davon aus, dass in der Praxis neue „Know-Your-Customer“-Fragebögen eingeführt werden, die abfragen, ob Antragsteller US-Bürger, dauerhafte Einwohner oder Inhaber eines legalen Nicht-Einwanderungsstatus sind. Finanzinstitute hatten sich vehement gegen einen früheren Entwurf gewehrt, der sie verpflichtet hätte, von allen Kunden Staatsbürgerschaftsdokumente zu verlangen; die endgültige Version macht dies zwar freiwillig, warnt jedoch, dass bei Ignorieren „wesentlicher Einwanderungsrisiken“ Durchsetzungsmaßnahmen drohen könnten.

Trump-Verordnung fordert US-Banken auf, die Staatsbürgerschaft ihrer Kunden genau zu prüfen


Einwanderungsrechtsaktivisten und Verbraucherschutzgruppen verurteilten die Anordnung umgehend. Sie warnen, dass undokumentierte Kunden – von denen viele bereits auf alternative Finanzdienstleistungen angewiesen sind – sich noch stärker in eine unregulierte Bargeldwirtschaft zurückziehen könnten, was ihre Anfälligkeit für ausbeuterische Kreditgeber und Lohndiebstahl erhöht. Das National Immigration Law Center sieht Parallelen zu „Operation Choke Point“, da Banken unter Druck gesetzt werden, einer unerwünschten Gruppe Dienstleistungen zu verweigern.

Auch Community-Development-Banken zeigen sich besorgt: Rund 10 Prozent ihrer Kleinunternehmerkredite in landwirtschaftlichen Regionen gehen an Haushalte mit gemischtem Aufenthaltsstatus. Aus Sicht der Arbeitgebermobilität könnten internationale Mitarbeiter mit temporären Visa bei der Eröffnung von US-Konten oder der Aufnahme von Hypotheken mit höheren Dokumentationsanforderungen konfrontiert werden. Global Mobility Manager müssen möglicherweise häufiger Visumsnachweise vorlegen und umziehende Mitarbeiter hinsichtlich akzeptabler Nachweise des legalen Aufenthaltsstatus beraten. Multinationale Unternehmen, die Unterstützung beim Immobilienkauf bieten, könnten Verzögerungen bei Vertragsabschlüssen erleben, während Banken zusätzliche Einwanderungsprüfungen durchführen. Personalabteilungen sollten Umzugspläne überprüfen und sich auf die Zusammenarbeit mit Firmenbanken einstellen.

Die Durchführungsverordnung tritt sofort in Kraft, doch die Aufsichtsbehörden haben 45 Tage Zeit, um Richtlinien zu veröffentlichen. Bis dahin wird erwartet, dass Banken die bestehenden Anti-Geldwäsche-Regeln (AML) befolgen und interne Risikoanalysen mit Fokus auf den Einwanderungsstatus beginnen. Mobilitätsverantwortliche sollten die kommenden Mitteilungen der OCC und der Federal Reserve genau verfolgen, um zu verstehen, welche Dokumente künftig verlangt werden und ob Inhaber temporärer Visa mit höheren Zinssätzen oder strengeren Beleihungsgrenzen rechnen müssen.
Quelle: Associated Press

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