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SWISS zieht zwei Airbus A220-100 aus dem Betrieb und nutzt sie als Ersatzteilspender, um die Kapazität im Sommer zu sichern

Mai 30, 2026
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SWISS zieht zwei Airbus A220-100 aus dem Betrieb und nutzt sie als Ersatzteilspender, um die Kapazität im Sommer zu sichern
Swiss International Air Lines (SWISS) hat bestätigt, dass sie zwei ihrer neun Airbus A220-100 dauerhaft aus dem Betrieb nimmt und die Flugzeuge als Ersatzteilspender nutzt, um ihre größere A220-300-Flotte während der geschäftigen Sommersaison flugfähig zu halten. Dieser Schritt, der am 29. Mai 2026 bekannt gegeben wurde, ist die bisher radikalste Reaktion der Airline auf den anhaltenden Mangel an Pratt & Whitney PW1500G Getriebefan-Triebwerken (GTF), der weltweit zahlreiche Airlines dazu zwang, Dutzende von Schmalrumpfjets am Boden zu lassen. Die beiden zehn Jahre alten Flugzeuge (Kennzeichen HB-JBD und HB-JBC) standen bereits in Toulouse eingelagert, nachdem SWISS Anfang des Jahres alle neun A220-100 für eine langfristige Stilllegung geparkt hatte. Durch die Demontage will die Airline einsatzfähige Triebwerke, Fahrwerkskomponenten und Avionik gewinnen, die vollständig mit den 145-sitzigen A220-300, dem Rückgrat ihres europäischen Streckennetzes, kompatibel sind. Die Demontage soll sofort beginnen, die ersten Triebwerke sollen bis Mitte Juni nach Zürich überführt und eingebaut werden. SWISS war 2016 der Erstbetreiber des A220 und lobte stets die Treibstoffeffizienz des Typs, doch die Zuverlässigkeitsprobleme mit dem PW1500G haben sich seit 2024 verschärft. Branchenquellen schätzen, dass inzwischen bis zu ein Drittel der globalen A220-Triebwerksflotte in Werkstätten auf den Austausch von Hochdruckturbinenblättern wartet. Mit dem Aufbau eines eigenen Ersatzteillagers hofft SWISS, den Flugplan stabil halten zu können, ohne auf teure Wet-Leases oder umfangreiche Flugausfälle zurückgreifen zu müssen. Für Geschäftsreisende bedeutet dies weniger kurzfristige Störungen auf den wichtigen Verbindungen von Zürich und Genf zu europäischen Finanzzentren. Die Kapazität auf dünneren Regionalstrecken – traditionell mit dem kleineren A220-100 bedient – bleibt jedoch begrenzt, zumindest bis die stillgelegten Flugzeuge wieder aktiviert werden, was laut Management frühestens Ende 2027 zu erwarten ist. Reiseplaner werden daher geraten, frühzeitig zu buchen und bei Anschlussflügen innerhalb der Schweiz großzügige Zeitpuffer einzuplanen. Der Vorfall verdeutlicht eine wichtige Lektion für globale Mobilitätsmanager: Die Anfälligkeit der Lieferketten – hier im Bereich der Flugzeugtriebwerke – kann schnell zu Instabilitäten im Streckennetz führen. Organisationen mit hohem intraeuropäischem Reiseaufkommen sollten daher eine Diversifizierung der Fluggesellschaften in Betracht ziehen oder für Reisen unter vier Stunden Alternativen wie die Bahn prüfen.
Quelle: Air Data News

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