
Am 16. Juni veröffentlichte die Kanzlei Chugh LLP eine Analyse des neu erschienenen Visa Bulletins des US-Außenministeriums für Juli 2026. Das Bulletin verlangt von Bewerbern im Beschäftigungsbereich, die Final-Action-Tabelle zu verwenden, was bedeutet, dass Anträge auf Statusanpassung spätestens zu den angegebenen Stichtagen eingereicht werden müssen. Im Fokus der Änderungen steht die EB-1-Kategorie (vorrangige Arbeitskräfte) für Indien, die um weitere zwei Monate auf den 15. Oktober 2022 zurückfällt, während EB-1 für China auf den 1. Juni 2023 vorgerückt ist. Die stark rückständige EB-2-Kategorie für Indien bleibt „nicht verfügbar“, was signalisiert, dass für dieses Haushaltsjahr keine Green-Card-Nummern mehr vorhanden sind. EB-3 für Indien rückt leicht auf den 1. Januar 2014 vor, EB-3 für China auf den 22. Dezember 2021. Für Arbeitgeber erschwert die Halbjahresverknappung die Personalplanung: Kandidaten, die die Antragsfristen verpassen, benötigen möglicherweise H-1B-Verlängerungen oder L-1-Erneuerungen, was zusätzliche Kosten und Compliance-Hürden mit sich bringt. Multinationale Unternehmen sollten die Einwanderungsvisumsförderung beschleunigen, wenn Prioritätsdaten nah sind, und reisende Mitarbeiter daran erinnern, eine Advance Parole mitzuführen, um den Verlust laufender I-485-Anträge zu vermeiden. Das Außenministerium warnt, dass „weitere Rückschritte oder Nichtverfügbarkeiten“ vor dem Ende des Haushaltsjahres am 30. September möglich sind, falls die Nachfrage weiterhin die jährlichen Limits übersteigt. Unternehmen mit großen Talentpools aus Indien oder China sollten ihre Kommunikation zur Mitarbeiterberuhigung vorbereiten und gegebenenfalls kanadische Arbeitserlaubnisse oder US-amerikanische E-2-Investorenvisa als Zwischenlösung prüfen. Die familienbasierten Kategorien zeigen nur geringe Bewegungen, das Bulletin bestätigt jedoch, dass USCIS im Juli weiterhin die Final-Action-Tabelle für beschäftigungsbasierte Anträge verwenden wird und damit die bisher großzügigere Dates-for-Filing-Option, die manchmal frühere Prioritätsdaten öffnet, abschafft.
Quelle: Chugh LLP