
Bei einer wegweisenden Abstimmung in Straßburg am 7. Juli 2026 haben die Abgeordneten des Europäischen Parlaments mit großer Mehrheit umfassende Änderungen der Verordnung 261/2004 – dem Grundpfeiler der EU-Fluggastrechte – verabschiedet. Nach einem Jahrzehnt schwieriger Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten sichert das aktualisierte Gesetz das Recht der Reisenden, ein kleines Handgepäckstück (40 × 30 × 15 cm) ohne Zusatzkosten mit an Bord zu nehmen, und behält die Barausgleichszahlungen von 250 bis 600 Euro bei Flugausfällen oder Verspätungen von drei Stunden oder mehr bei.
Für preisbewusste irische Reisende – die europaweit die meisten Billigflieger pro Kopf nutzen – ist die Gepäckregelung besonders bedeutsam. Billigfluggesellschaften wie Ryanair und easyJet verlangten bisher Gebühren von 20 bis 35 Euro für einen Standard-Handgepäckkoffer mit Rollen. Ab 2027 müssen irische Verbraucher bei Buchungen über Vergleichsportale einen „All-in“-Preis sehen, der das kostenlose Handgepäck bereits einschließt. Damit endet ein langjähriger Streit zwischen den Airlines und der irischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (CCPC) in Dublin.
Der neue Text vereinfacht zudem die Entschädigungsverfahren: Passagiere haben künftig neun Monate (statt zwei Jahre) Zeit, Ansprüche geltend zu machen, während die Airlines innerhalb von 30 Tagen reagieren müssen. Das beschleunigt Rückerstattungen, die für global mobile Mitarbeiter, die Auslagen vorstrecken, oft entscheidend sind. Namenskorrekturen auf Buchungen sind künftig kostenlos möglich, und digitale Bordkarten müssen bereitgestellt werden, ohne dass Passagiere proprietäre Airline-Apps herunterladen müssen – ein Vorteil für Firmenreisemanager, die auf Single-Sign-On-Lösungen umsteigen.
Die Airlines warnen vor steigenden Kosten durch die neuen Pflichten. Michael O’Leary, CEO der Ryanair-Gruppe, erklärte, die Verordnung werde „letztlich die Ticketpreise um 2 bis 4 Euro pro Flugabschnitt erhöhen“, während Analysten von Davy Stockbrokers aufgrund des harten Wettbewerbs auf irischen Strecken eine begrenzte Weitergabe der Kosten erwarten. Reiseabteilungen sollten dennoch ab 2027 mit leicht höheren durchschnittlichen Flugpreisen rechnen.
Da die Verordnung nun auf die Zustimmung des Rates wartet, bestätigte das irische Verkehrsministerium, dass es die Air Passenger Rights (Enforcement) Regulations innerhalb von zwölf Monaten anpassen wird. Unternehmen mit hohem innergemeinschaftlichem Mobilitätsaufkommen wird empfohlen, ihre Duty-of-Care-Prozesse zu überprüfen und die Kommunikation mit Reisenden vor dem Inkrafttreten 2027 zu aktualisieren.
Für preisbewusste irische Reisende – die europaweit die meisten Billigflieger pro Kopf nutzen – ist die Gepäckregelung besonders bedeutsam. Billigfluggesellschaften wie Ryanair und easyJet verlangten bisher Gebühren von 20 bis 35 Euro für einen Standard-Handgepäckkoffer mit Rollen. Ab 2027 müssen irische Verbraucher bei Buchungen über Vergleichsportale einen „All-in“-Preis sehen, der das kostenlose Handgepäck bereits einschließt. Damit endet ein langjähriger Streit zwischen den Airlines und der irischen Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde (CCPC) in Dublin.
Der neue Text vereinfacht zudem die Entschädigungsverfahren: Passagiere haben künftig neun Monate (statt zwei Jahre) Zeit, Ansprüche geltend zu machen, während die Airlines innerhalb von 30 Tagen reagieren müssen. Das beschleunigt Rückerstattungen, die für global mobile Mitarbeiter, die Auslagen vorstrecken, oft entscheidend sind. Namenskorrekturen auf Buchungen sind künftig kostenlos möglich, und digitale Bordkarten müssen bereitgestellt werden, ohne dass Passagiere proprietäre Airline-Apps herunterladen müssen – ein Vorteil für Firmenreisemanager, die auf Single-Sign-On-Lösungen umsteigen.
Die Airlines warnen vor steigenden Kosten durch die neuen Pflichten. Michael O’Leary, CEO der Ryanair-Gruppe, erklärte, die Verordnung werde „letztlich die Ticketpreise um 2 bis 4 Euro pro Flugabschnitt erhöhen“, während Analysten von Davy Stockbrokers aufgrund des harten Wettbewerbs auf irischen Strecken eine begrenzte Weitergabe der Kosten erwarten. Reiseabteilungen sollten dennoch ab 2027 mit leicht höheren durchschnittlichen Flugpreisen rechnen.
Da die Verordnung nun auf die Zustimmung des Rates wartet, bestätigte das irische Verkehrsministerium, dass es die Air Passenger Rights (Enforcement) Regulations innerhalb von zwölf Monaten anpassen wird. Unternehmen mit hohem innergemeinschaftlichem Mobilitätsaufkommen wird empfohlen, ihre Duty-of-Care-Prozesse zu überprüfen und die Kommunikation mit Reisenden vor dem Inkrafttreten 2027 zu aktualisieren.
Quelle: Euronews