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Peking verurteilt neue US-Visabeschränkungen und warnt vor „gegenseitigen Gegenmaßnahmen“

Juli 18, 2026
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Peking verurteilt neue US-Visabeschränkungen und warnt vor „gegenseitigen Gegenmaßnahmen“
Das chinesische Außenministerium reagierte am Freitag (17. Juli) umgehend und verurteilte ein Paket von Änderungen der US-Einwanderungsbestimmungen, die die Gültigkeitsdauer von F-1-Studentenvisa, J-1-Austauschvisa und I-1-Journalistenvisa verkürzen. Bei der regulären Pressekonferenz des Ministeriums bezeichnete Sprecher Lin Jian die Maßnahmen als „offensichtlich diskriminierend“ und deutete an, dass Peking sich „das Recht vorbehält, mit Gegenschritten zu reagieren“. Die am 16. Juli im Federal Register veröffentlichten Regeln begrenzen den maximalen Aufenthalt für die meisten ausländischen Studenten und Austauschbesucher auf vier Jahre und setzen für Medienvisa eine 90-Tage-Grenze. Obwohl das Heimatschutzministerium die Maßnahme als Betrugsprävention darstellt, trifft die neue Regelung vor allem Inhaber chinesischer Pässe, die etwa ein Drittel aller internationalen Studierenden in den USA ausmachen. Bei vollständiger Umsetzung müssten chinesische Unternehmen ihre Mitarbeiter in kurzen Studien- oder Trainingsprogrammen deutlich häufiger austauschen, was die Kosten für multinationale Konzerne erhöhen könnte, die auf das F-1 Curricular Practical Training als Einstieg in US-Arbeitserlaubnisse angewiesen sind. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen, die mit chinesischen Partnern gemeinsame F&E-Projekte durchführen, warnen vor Verzögerungen, wenn Wissenschaftler das Land zur Visumerneuerung verlassen müssen. Politikanalysten in Peking weisen darauf hin, dass Washington seit der Rückkehr von Präsident Trump im Jahr 2025 wiederholt Visa als Druckmittel eingesetzt hat, zuletzt durch Einschränkungen bei Graduierten-STEM-Visa im Zusammenhang mit Chinas „militärisch-ziviler Fusion“. Die Ankündigung vom Freitag erweitert den Fokus nun auf Bachelor-Studierende und kulturelle Austauschbesucher und signalisiert eine breitere Entkopplung der Personenströme. Aus Compliance-Sicht sollten chinesische HR-Teams mit US-Einsatzkräften anstehende Visaablaufdaten prüfen, sich auf häufigere Verlängerungszyklen einstellen und zusätzliche Rechtskosten einplanen. Unternehmen, die Journalisten oder Content-Creator in den USA einsetzen, müssen möglicherweise ihre Rotationspläne überarbeiten oder alternative Standorte wie Kanada oder Singapur in Betracht ziehen. Langfristig wird erwartet, dass Branchenverbände wie die China Association of International Education für eine wechselseitige Erleichterung chinesischer Mehrfacheinreise-Arbeits- und Aufenthaltserlaubnisse für US-Bürger lobbyieren, um eine Eskalation im gegenseitigen Vorgehen zu vermeiden. Für den Moment jedoch sieht sich die grenzüberschreitende Talentmobilität zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt mit den strengsten regulatorischen Hürden seit einem Jahrzehnt konfrontiert.
Quelle: Reuters (via Investing.com)

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