
Passagiere, die Anfang nächster Woche innerhalb Kanadas oder von und nach Kanada fliegen wollen, sollten sich auf mögliche Ausweichpläne einstellen. Die Canadian Union of Public Employees (CUPE) hat WestJet am 30. Juli 2026 eine 72-Stunden-Streikankündigung zugestellt. Das bedeutet, dass mehr als 4.400 Flugbegleiter bereits ab Sonntag, dem 2. August, legal die Arbeit niederlegen könnten – und damit das Hauptnetz von WestJet mitten in der Hochsaison und am Vorabend des in der Provinz gefeierten Civic Holiday (Montag, 3. August) lahmlegen könnten.
Im Zentrum des Streits steht die Bezahlung der Kabinenbesatzung für verschiedene Vor- und Nacharbeiten am Boden, wie das Einsteigen, Kabinenkontrollen und Kundenbetreuung. CUPE behauptet, diese Aufgaben würden größtenteils nicht bezahlt, während WestJet erklärt, dass sie über ein „Credit-Hour“-System vergütet werden, das Flug- und Bodenzeiten in einer einzigen Formel zusammenfasst. Die Gewerkschaft kritisiert, dass dieses Modell zu unterdurchschnittlichen Stundenlöhnen führt – im Vergleich zu Air Canada und mehreren US-Fluggesellschaften.
Arbeitsmarktexperten sehen den Zeitpunkt als strategisch gewählt. „WestJet befördert täglich rund 75.000 Passagiere auf mehr als 600 Flügen. Ein Arbeitskampf an einem langen Ferienwochenende maximiert den Druck und minimiert gleichzeitig die Dauer des Streiks, um größtmögliche betriebliche Störungen zu verursachen“, erklärt John Gradek, Luftfahrtexperte an der McGill University. CUPE hatte eine ähnliche Taktik bereits beim Air Canada-Streik im letzten Jahr angewandt, der nach drei Tagen beigelegt wurde.
Für Manager der Unternehmensmobilität erschwert die Unsicherheit die Planung der Fürsorgepflicht und könnte teure Last-Minute-Umbuchungen erzwingen. WestJet betont, dass die regionale Tochter WestJet Encore sowie Codeshare-Flüge von Partnern wie Delta vom Streik nicht betroffen sind. Dennoch könnten Langstreckenverbindungen zusammenbrechen, wenn Flugzeuge und Crews nicht am richtigen Ort sind.
Unternehmen mit wichtigen Dienstreisen sollten alternative Routen über Air Canada, Porter oder US-Drehkreuze planen und Reisende dazu anhalten, auf Aufgabegepäck zu verzichten. Sollte der Streik tatsächlich stattfinden, könnte Bundesarbeitsminister Seamus O’Regan gemäß dem kanadischen Arbeitsgesetz eingreifen, falls die Arbeitsniederlegung die öffentliche Sicherheit oder Wirtschaft gefährdet. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Ottawa zögert, in Tarifverhandlungen einzugreifen, nachdem es in anderen Branchen kürzlich Kritik für Eingriffe in Streiks gab.
Das erhöht den Druck auf Fluggesellschaft und Gewerkschaft, vor Ablauf der Frist eine Einigung zu erzielen – andernfalls droht eine weitere Belastung für Passagiere, die bereits von einer Sommersaison mit Rekordnachfrage und begrenzter Kapazität frustriert sind.
Im Zentrum des Streits steht die Bezahlung der Kabinenbesatzung für verschiedene Vor- und Nacharbeiten am Boden, wie das Einsteigen, Kabinenkontrollen und Kundenbetreuung. CUPE behauptet, diese Aufgaben würden größtenteils nicht bezahlt, während WestJet erklärt, dass sie über ein „Credit-Hour“-System vergütet werden, das Flug- und Bodenzeiten in einer einzigen Formel zusammenfasst. Die Gewerkschaft kritisiert, dass dieses Modell zu unterdurchschnittlichen Stundenlöhnen führt – im Vergleich zu Air Canada und mehreren US-Fluggesellschaften.
Arbeitsmarktexperten sehen den Zeitpunkt als strategisch gewählt. „WestJet befördert täglich rund 75.000 Passagiere auf mehr als 600 Flügen. Ein Arbeitskampf an einem langen Ferienwochenende maximiert den Druck und minimiert gleichzeitig die Dauer des Streiks, um größtmögliche betriebliche Störungen zu verursachen“, erklärt John Gradek, Luftfahrtexperte an der McGill University. CUPE hatte eine ähnliche Taktik bereits beim Air Canada-Streik im letzten Jahr angewandt, der nach drei Tagen beigelegt wurde.
Für Manager der Unternehmensmobilität erschwert die Unsicherheit die Planung der Fürsorgepflicht und könnte teure Last-Minute-Umbuchungen erzwingen. WestJet betont, dass die regionale Tochter WestJet Encore sowie Codeshare-Flüge von Partnern wie Delta vom Streik nicht betroffen sind. Dennoch könnten Langstreckenverbindungen zusammenbrechen, wenn Flugzeuge und Crews nicht am richtigen Ort sind.
Unternehmen mit wichtigen Dienstreisen sollten alternative Routen über Air Canada, Porter oder US-Drehkreuze planen und Reisende dazu anhalten, auf Aufgabegepäck zu verzichten. Sollte der Streik tatsächlich stattfinden, könnte Bundesarbeitsminister Seamus O’Regan gemäß dem kanadischen Arbeitsgesetz eingreifen, falls die Arbeitsniederlegung die öffentliche Sicherheit oder Wirtschaft gefährdet. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Ottawa zögert, in Tarifverhandlungen einzugreifen, nachdem es in anderen Branchen kürzlich Kritik für Eingriffe in Streiks gab.
Das erhöht den Druck auf Fluggesellschaft und Gewerkschaft, vor Ablauf der Frist eine Einigung zu erzielen – andernfalls droht eine weitere Belastung für Passagiere, die bereits von einer Sommersaison mit Rekordnachfrage und begrenzter Kapazität frustriert sind.
Quelle: Associated Press
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