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Chef der NMBS bezeichnet Häufigkeit der Bahnstreiks als „nicht mehr vertretbar“ und fordert neuen Sozialpakt

Jan. 30, 2026
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Chef der NMBS bezeichnet Häufigkeit der Bahnstreiks als „nicht mehr vertretbar“ und fordert neuen Sozialpakt
Im Gespräch mit VRT NWS am 29. Januar gab NMBS/SNCB-Chefin Sophie Dutordoir ihre bisher deutlichste Einschätzung zu den Bahnstreiks in Belgien ab und erklärte, dass „Streikaktionen wirklich nicht mehr vernünftig sind.“ Seit Januar 2025 hat der staatliche Betreiber bereits 31 Streiktage erlebt, da die Gewerkschaften gegen Rentenreformen und geplante Änderungen bei unbefristeten Verträgen für Neueinstellungen protestieren.

Dutordoir argumentierte, dass die Arbeitskämpfe die Fahrgäste zunehmend ins Auto und den Fernbus treiben, was die Klimaziele untergräbt und Einnahmen für die Modernisierung des Netzes schmälert. Sie forderte die Gewerkschaften auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein Sozialabkommen abzuschließen, das Personalstärken, Ausbildungszusagen und Produktivitätsmaßnahmen für künftige Mitarbeiter verbindlich regelt.

Chef der NMBS bezeichnet Häufigkeit der Bahnstreiks als „nicht mehr vertretbar“ und fordert neuen Sozialpakt


Ihre Aussagen spiegeln die wachsende Frustration der Wirtschaft wider, die schätzt, dass jeder Streiktag belgische Unternehmen bis zu 20 Millionen Euro an Produktivitätsverlusten und Umleitungskosten kostet. Reisebüros melden während des jüngsten fünftägigen Streiks einen Anstieg der Last-Minute-Autovermietungen um 45 %, während die Auslastung von Hotels in Randlagen von Gewerbegebieten stark gestiegen ist, da Pendler Übernachtungen in Bürosnähe suchen.

Für globale Mobilitäts- und HR-Teams werfen die wiederkehrenden Streiks Fragen zur Einhaltung von Arbeitszeitvorschriften auf, wenn Mitarbeiter längere Pendelzeiten haben oder kurzfristig im Homeoffice arbeiten müssen. Arbeitgeber werden geraten, ihre Homeoffice-Richtlinien, Spesenregelungen und Meldungen für entsandte Arbeitnehmer zu überprüfen, um Flexibilität zu gewährleisten, ohne gegen belgisches Arbeitsrecht zu verstoßen.

Die Verhandlungen werden durch einen Gesetzesentwurf erschwert, der derzeit im Ministerrat diskutiert wird und künftige Streikdauern begrenzen sowie Mindestdienstleistungen vorschreiben soll. Die Gewerkschaften haben angekündigt, jegliche Einschränkungen des Streikrechts entschieden abzulehnen, was weitere Konfrontationen wahrscheinlich macht, sofern kein Kompromiss erzielt wird.
Quelle: Belga News Agency

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