
In einem am 8. Juli in People Management veröffentlichten Kommentar riet die Einwanderungsanwältin Emma Morgan britischen Arbeitgebern, „der Entwicklung einen Schritt voraus zu sein“, da das Innenministerium die Kontrolle der Arbeitsberechtigung zu einem zentralen Bestandteil seiner Post-Brexit-Strategie macht. Die Bußgelder für illegale Beschäftigung stiegen 2025 auf 130 Millionen Pfund, und fast 2.000 Sponsor-Lizenzen wurden innerhalb eines Jahres widerrufen. Zu den wichtigsten Reformen gehört ein Entwurf eines Verhaltenskodex – der derzeit zur Konsultation steht – der verpflichtende Arbeitsberechtigungsprüfungen über traditionelle Arbeitnehmer hinaus auf Gig-Economy-Auftragnehmer, Subunternehmer und Personen, die über Online-Marktplätze beschäftigt werden, ausweiten würde. Der Kodex könnte bereits ab dem 1. Oktober 2026 in Kraft treten und viele Organisationen treffen, die auf flexible Arbeitskräfte setzen. Morgan wies zudem auf bereits geltende politische Änderungen hin: Die Englischkenntnisse für Skilled Worker-Antragsteller wurden im Januar auf CEFR B2 angehoben, die Gehaltsschwellen stiegen auf 41.700 Pfund (oder den branchenüblichen Satz), und die Einwanderungsgebühren sowie die Qualifikationsabgabe wurden im April deutlich erhöht. Zusammengenommen führten diese Änderungen zu einem Rückgang der Genehmigungen für Skilled Worker um 44 Prozent im Jahr bis März 2026. Für multinationale Arbeitgeber lautet der praktische Rat klar: Die Vorstände sollten Risikoregister aktualisieren, höhere Sponsoring-Kosten einplanen und interne Audits der Arbeitsberechtigungsunterlagen sowie der Sponsor-Management-Systeme vorschreiben. Schulungen sollten für Personalabteilungen, Talentakquise und Führungskräfte angeboten werden, damit neue Melde- und Dokumentationspflichten verstanden werden, bevor die Compliance-Teams von UK Visas & Immigration vor der Tür stehen. Morgan warnt, dass ein Versäumnis nicht nur finanzielle Strafen, sondern auch Reputationsschäden und den Verlust wichtiger Sponsor-Lizenzen zur Folge haben kann – was zukünftige internationale Einsätze, Trainee-Programme und kundenorientierte Projekte, die auf mobile Talente angewiesen sind, gefährdet.
Quelle: People Management
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