
Krankenhäuser und Gemeindekliniken, die auf ausländisch ausgebildete Ärzte angewiesen sind, schlagen Alarm, nachdem die Bundesregierung einen wachsenden Rückstau im J-1-Visum-Waiver-Programm bestätigt hat. Das von Gesundheitsministerium (HHS), Außenministerium und US-Einwanderungsbehörde (USCIS) gemeinsam verwaltete Programm ermöglicht es internationalen Medizinstudierenden, die eine US-Weiterbildung abgeschlossen haben, ihren J-1-Austauschstatus in einen H-1B-Arbeitsstatus (oder einen anderen Arbeitsstatus) umzuwandeln, sofern sie sich verpflichten, mindestens drei Jahre in einem vom Bund ausgewiesenen Gebiet mit Ärztemangel zu arbeiten. In normalen Jahren bearbeitet das HHS Waiver-Anträge innerhalb von ein bis drei Wochen, doch Anwälte berichten, dass hunderte Anträge aus dem letzten Herbst noch auf eine Empfehlung des HHS warten – der erste Schritt in einem dreistufigen Verfahren. Kliniken in ländlichen und innerstädtischen Gebieten warnen, dass die Zeit knapp wird. Wenn ein Antrag bis zum 30. Juli nicht vom HHS an die USCIS weitergeleitet wird, läuft der J-1-Status des Arztes mit Ende der Ausbildung ab. Der Arzt muss dann für mindestens zwei Jahre die USA verlassen – oder der Arbeitgeber muss die neue, hohe H-1B-Antragsgebühr von 100.000 US-Dollar zahlen, eine Belastung, die viele Sicherheitseinrichtungen nicht tragen können. Einwanderungsanwälte berichteten KFF Health News, dass die betroffenen Ärzte vulnerable Patientengruppen in Psychiatrie, Allgemeinmedizin und Pädiatrie betreuen – Fachbereiche, die landesweit bereits unter akutem Mangel leiden. Das HHS bestätigte den Engpass, nannte aber keine Zahlen. Ein Sprecher erklärte, dass alle klinischen Waiver-Anträge für das Haushaltsjahr 2025 inzwischen bearbeitet seien und man mit einigen Fällen für 2026 begonnen habe, während „wichtige Prozessverbesserungen zur Vermeidung künftiger Verzögerungen“ umgesetzt würden. Welche Verbesserungen das genau sind, wurde nicht mitgeteilt, sodass Arbeitgeber und Ärzte kaum Orientierung zu Zeitplänen haben. Anwälte befürchten, dass selbst bei einer Beschleunigung durch das HHS das Außenministerium und die USCIS ihre Prüfungen vor Ablauf der Visa nicht abschließen können. Für Manager im Bereich globale Mobilität und Talentakquise verdeutlicht die Situation die Fragilität der US-Gesundheitsimmigration. Experten raten Krankenhäusern: (1) Ersatzpersonal für Juli und August zu planen; (2) Strategien für Ausnahmen von der H-1B-Deckelung wie Conrad-30-Waiver zu entwickeln; (3) die H-1B-Gebühr im Budget zu berücksichtigen, falls eine Umwandlung unvermeidbar wird; und (4) frühzeitig mit betroffenen Ärzten zu kommunizieren, damit diese Lizenzwechsel, die Reisen erschweren könnten, aufschieben. Sollte eine große Zahl von Ärzten die USA verlassen müssen, trifft das vor allem die Patienten in den am stärksten unterversorgten Gemeinden – ein Ergebnis, das den bundesweiten Zielen zur Gesundheitsgerechtigkeit direkt widerspricht. Personalabteilungen werden daher dringend aufgefordert, hängige Fälle umgehend über den Kongresskontakt zu eskalieren.
Quelle: KFF Health News via KOTA-TV
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