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EU schlägt einjährige Verlängerung des vorübergehenden Schutzes vor; Tschechien plant Ausschluss ukrainischer Männer im Wehrpflichtalter

Juni 27, 2026
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EU schlägt einjährige Verlängerung des vorübergehenden Schutzes vor; Tschechien plant Ausschluss ukrainischer Männer im Wehrpflichtalter
Die Europäische Kommission hat am 26. Juni 2026 einen Entwurf zur Verlängerung der Richtlinie zum vorübergehenden Schutz für Menschen, die vor Russlands Invasion in der Ukraine fliehen, um ein weiteres Jahr bis zum 4. März 2028 vorgestellt. Entscheidend ist, dass der Text vorsieht, dass EU-Mitgliedstaaten künftig ukrainischen Männern, die dem Kriegsdienst in Kiew unterliegen, keinen Schutzstatus mehr gewähren. Tschechien – das EU-Land mit dem höchsten Anteil an Ukrainern pro Kopf – begrüßte die Initiative umgehend. Hana Malá, Sprecherin des Innenministeriums, erklärte gegenüber ČTK, dass Prag gemeinsam mit gleichgesinnten Staaten monatelang dafür lobbyiert habe, den Abfluss wehrpflichtiger Männer aus der Ukraine einzudämmen. Ein Rechtsakt zur Umsetzung der Brüsseler Entscheidung wird nun finalisiert, sodass die tschechischen Behörden nach Annahme durch den EU-Rat Anträge auf vorübergehenden Schutz von dienstpflichtigen Männern ablehnen können, ohne nationale Gesetze ändern zu müssen. Für Arbeitgeber und Fachkräfte im Bereich globale Mobilität bedeutet dies erstmals seit März 2022 eine Einschränkung der Berechtigung für das äußerst beliebte Schutzregime. Ukrainische Mitarbeiter, die bereits in Tschechien sind, behalten ihre Rechte auf Arbeit, Krankenversicherung und Bildung, doch künftige männliche Neueinstellungen benötigen möglicherweise alternative Einwanderungswege wie Arbeitserlaubnisse oder das Programm für Hochqualifizierte. Unternehmen wird empfohlen, ihre Talentpools zu überprüfen und proaktiv mit männlichen ukrainischen Kandidaten im Ausland zu kommunizieren. Der Vorschlag der Kommission signalisiert zudem eine schrittweise Abkehr von Notfallmaßnahmen hin zu langfristigen Integrations- und Rückkehrstrategien. Brüssel kündigte ein Pilotprojekt für freiwillige Rückkehr an, das Wohnraum, Arbeitsplätze und Schulbildung für Flüchtlinge unterstützt, die in ihre Heimat zurückkehren wollen. Multinationale Unternehmen sollten sich daher auf eine schrittweise Verringerung des ukrainischen Arbeitskräftepotenzials einstellen und ihre Bindungsmaßnahmen für Schlüsselkräfte verstärken. Schließlich müssen Personalabteilungen den Gesetzgebungszeitplan im Rat genau beobachten. Die Verabschiedung wird für den frühen Herbst erwartet, sodass nur eine kurze Übergangszeit bleibt, bevor die neuen Regeln in Kraft treten. Notfallpläne und rechtliche Schulungen für Mitarbeitende werden im vierten Quartal 2026 unerlässlich sein.
Quelle: České Noviny / ČTK

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