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Belgisches Kernkabinett begrenzt neue Flugsteuer auf 7 € und schont Reisende vor längeren Umwegen

Juli 19, 2026
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Belgisches Kernkabinett begrenzt neue Flugsteuer auf 7 € und schont Reisende vor längeren Umwegen
Das belgische Bundeskernkabinett beendete am 18. Juli in Brüssel eine nächtliche Verhandlungsrunde mit einer Einigung, die alle betrifft, die in das Land ein- oder ausreisen. Die Minister entschieden sich dagegen, die sogenannte „Boarding-Steuer“ (Flugsteuer) auf Mittel- und Langstreckenflüge auf die zuvor diskutierten 10 Euro anzuheben. Stattdessen wird für Flüge über 500 km ein moderater Aufschlag von 7 Euro erhoben. Kurzstreckenflüge (unter 500 km) bleiben bei der seit 2022 geltenden Steuer von 2 Euro, während Umsteigepassagiere und Kleinkinder weiterhin befreit sind.

Der Kompromiss folgt auf wochenlanges Lobbying des Flughafens Brüssel, des belgischen Reiseverbands und mehrerer multinationaler Unternehmen mit Hauptsitz in der Hauptstadt, die argumentierten, eine stärkere Erhöhung würde Belgien als Drehkreuz für Geschäftsreisen und Expatriate-Entsendungen unattraktiver machen. Laut Finanzministerium wird die 7-Euro-Steuer dennoch rund 54 Millionen Euro jährlich einbringen – Mittel, die für den Ausbau von Bahn- und Busverbindungen zwischen regionalen Städten wie Gent, Antwerpen und Lüttich und dem Nationalflughafen vorgesehen sind.

Belgisches Kernkabinett begrenzt neue Flugsteuer auf 7 € und schont Reisende vor längeren Umwegen


Aus Sicht der globalen Mobilität bietet die Entscheidung Unternehmen eine willkommene Kostensicherheit bei der Budgetplanung für Reise- und Entsendungsprogramme 2027. Eine am Samstag von Deloitte Belgien an Kunden verteilte Analyse schätzt, dass bei einem typischen Langstrecken-Rückflugticket von Brüssel nach New York die Steuerkomponente um 10 Euro statt 20 Euro steigt, was Arbeitgebern bei großen Mobilitätsprogrammen jährlich rund 600.000 Euro spart.

Die Regierung bestätigte zudem, dass die Steuer automatisch von den Fluggesellschaften beim Verkauf erhoben wird, wodurch der Verwaltungsaufwand für Reisende entfällt. Arbeitgeber sollten jedoch die politische Botschaft beachten: Vizepremierministerin Petra De Sutter betonte, dass die Steuer darauf abzielt, Reisende zu klimafreundlicheren Alternativen für Strecken bis 700 km zu „ermutigen“, etwa den Hochgeschwindigkeitszügen Thalys, Eurostar und ICE. Mobilitätsmanager sollten daher weiterhin Bahnreisen gegenüber Flügen für Ziele wie Paris, Amsterdam, Frankfurt und Köln bevorzugen, wo die Reisezeiten bereits konkurrenzfähig sind.

Abschließend deutete das Kabinett an, dass Anfang 2027 eine umfassende Überprüfung des belgischen Luftverkehrssteuersystems ansteht – einschließlich möglicher Ausnahmen für Flüge mit nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF).
Quelle: The Brussels Times

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