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Wichtige Gleisarbeiten legen Brenner-Bahnstrecke zwischen Österreich und Italien im Juli für zwei Wochen lahm

Juli 1, 2026
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Wichtige Gleisarbeiten legen Brenner-Bahnstrecke zwischen Österreich und Italien im Juli für zwei Wochen lahm
Die ÖBB haben zwei aufeinanderfolgende Bauphasen angekündigt, in denen große Abschnitte der Brennerstrecke zwischen Innsbruck und Bozen vom 18. Juli bis 1. August 2026 gesperrt werden. Die Arbeiten umfassen Notfallreparaturen an Frostschäden im Mühltaltunnel sowie Signalmodernisierungen, die für die Anbindung des künftigen Brenner-Basistunnels erforderlich sind. In der ersten Phase enden alle Regionalzüge in Gries am Brenner, da italienische Infrastrukturarbeiten die Einfahrt in den Bahnhof Brenner verhindern; in der zweiten Phase wird die Sperrung bis zum Innsbrucker Hauptbahnhof ausgeweitet, wodurch auch der Fernverkehr eingestellt wird. ÖBB und Trenitalia ersetzen den Zugverkehr durch ein abgestimmtes Busnetz, jedoch werden sich die Fahrzeiten zwischen Tirol und Südtirol um bis zu zwei Stunden verlängern. Güterverkehrsunternehmen müssen Umleitungen über die Tauern- oder Tarvisio-Korridore in Kauf nehmen, die beide im Sommer bereits stark ausgelastet sind. Logistikverbände warnen vor Folgewirkungen für Just-in-Time-Automobilzulieferketten, die auf die Nord-Süd-Achse angewiesen sind. Die Brennerstrecke transportiert etwa 40 Prozent des gesamten transalpinen Schienengüterverkehrs und bis zu 35.000 Fahrgäste täglich. Die ÖBB argumentieren, dass kurze, konzentrierte Sperrungen effizienter sind als eine einjährige Serie von nächtlichen Geschwindigkeitsbeschränkungen. Das Unternehmen empfiehlt Geschäftsreisenden mit Bahncard, auf Flüge über München–Verona umzubuchen oder, wo möglich, Nightjet-Verbindungen über die Schweiz zu nutzen. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Achslastgrenzen und Lichtraumprofile erhöht, sodass die Strecke schwerere Güterzüge aufnehmen kann, bis der Brenner-Basistunnel Ende 2028 eröffnet wird. Mobilitätsplaner bezeichnen die Sommerbeeinträchtigungen als „notwendigen Schmerz“, der langfristig die Widerstandsfähigkeit der wichtigsten Nord-Süd-Eisenbahnachse Europas verbessert.
Quelle: International Transport Journal (ITJ)

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